Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung zur Förderung der Geschichtswissenschaften

Ausschreibung

Otto-Hintze-Nachwuchspreis 2019

Die „Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung zur Förderung der Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin“ schreibt zum Jahr 2019 zum vierten Mal ihren Otto-Hintze-Nachwuchspreis aus.
Gemäß der Stiftungssatzung vom 28.08.2012 wird der Preis „vorrangig für Abhandlungen oder Darstellungen von Postdoktorand/innen aus dem Institut für Geschichtswissenschaften vergeben (…), möglich ist aber auch die Auszeichnung anderer Nachwuchswissen-schaftler/innen des Instituts“.

Der Preis wird also vergeben für

-    Habilitationsschriften,
-    andere Abhandlungen oder historische Darstellungen von Postdoktorand/innen des Instituts,
-    herausragende Arbeiten anderer Nachwuchswissenschaftler/innen, insbesondere Dissertationen.


Die entsprechenden Schriften oder Abhandlungen müssen in den Jahren 2017 oder 2018 in akademischen Prüfungen (Habilitation, Promotion etc.) am Institut für Geschichtswissenschaften eingereicht beziehungsweise von geeigneten Medien zur Publikation angenommen worden sein.  
Bewerber/innen werden eingeladen, ihre Arbeiten mit CV, Zeugniskopien und gegebenenfalls Belegen über die Annahme der Arbeiten zum Druck bis zum 28.02.2019 beim Dekanat der Philosophischen Fakultät einzureichen (alles vierfach; die Abhandlung kann jedoch auch elektronisch übermittelt werden). Sie können ihre Bewerbungen mit Gutachten von Hochschullehrer/inne/n unterstützen. Ausdrücklich hingewiesen wird darauf, dass sich auch Autor/innen bewerben können, die dem Institut zur Zeit nicht mehr angehören, aber die anderen Kriterien erfüllen.
Der Preis ist mit 3.000 € dotiert und wird bei der Absolventenfeier des Instituts für Geschichtswissenschaften im Juli 2019 im Senatssaal überreicht.

Berlin, den 03.12.2018                                        gez. Prof. Dr. Michael Borgolte
                                                                                 (für den Vorstand der Stiftung)

 


 Otto-Hintze-Nachwuchspreis 2017

 Am 22. Juli 2017 wurde im Rahmen der Absolventenfeier des Instituts für Geschichtswissenschaften zum driten Mal nach 2013 der Otto-Hintze-Nachwuchspreis verliehen, der wieder mit 3000 € dotiert war. Ausgezeichnet wurde Marcus Payk für seine Habilschrift „Frieden durch Recht? Der Aufstieg des modernen Völkerrechts und der Friedensschluss nach dem Ersten Weltkrieg“.

 

 

 

 

 


Erster Träger des „Preises der Humboldt-Universität für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Mittelalterlichen Geschichte, gestiftet von Michael und Claudia Borgolte“ ist Daniel König, zur Zeit Start-Up-Professor für transkulturelle Studien im Cluster „Asia and Europe“ an der Universität Heidelberg. Er wird ausgezeichnet für sein Werk „Arabic-Islamic Views of the Latin West. Tracing the Emergence of Medieval Europe“ (Oxford University Press, 2015).


Daniel König, geboren 1976, wurde 2006 an der Universität Bonn mit einer Abhandlung über „Bekehrungsmotive“ bei der Christianisierung des Römischen Westreiches promoviert. Danach war er Mitarbeiter des Deutschen Historischen Instituts in Paris sowie der Universität Frankfurt/M., wo er sich 2013 mit der hier gewürdigten Abhandlung habilitierte. 2014 wurde er auf die o. g. Universitätsprofessur auf Zeit nach Heidelberg berufen.


Die von der Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung bestellte Kommission von Expertinnen und Experten führender deutscher Universitäten würdigt mit der Zuerkennung des Preises an Daniel König dessen erfolgreiche Bemühungen, die traditionell lateinische Quellenbasis für das europäische Mittelalter durch Einbezug arabischer Überlieferung zu erweitern. Sowohl sein Thema und seine Fragestellung als auch die Publikation seiner Arbeit innerhalb weniger Jahre in einem hoch angesehenen internationalen Verlag zeichnen ihn deutlich vor anderen Kandidaten aus.
 

Der Preis wurde Professor Daniel König am 12. Juli 2016 im Anschluss an die Abschiedsvorlesung von Michael Borgolte in der Humboldt-Universität überreicht. Daniel König hat angekündigt, das Preisgeld für Workshops aufzuwenden, die er seinem neuen Monographieprojekt einer „Geschichte des lateinisch-arabischen Mittelalters“ widmen möchte.
 

Prof. Dr. Daniel König - Copyright „Universität Heidelberg – Kommunikation und Marketing“)

Es ist geplant, den mit 10.000 € dotierten Preis künftig alle zwei Jahre zu verleihen.


Am 24. August 2015 starb im Alter von 66 Jahren der Historiker und Didaktiker Dr. Michael Toepfer. Die Nachricht von seinem Hinscheiden nach schwerer Krankheit hat uns sehr traurig gemacht.

Knapp vierzehn Tage zuvor hatte ihn noch Michael Borgolte zusammen mit seiner Sekretärin Gisela Grabo in einem Pflegeheim besucht und ihn, bei allem sichtbaren körperlichen Verfall, voller Zuversicht angetroffen. Michael Toepfer hatte sich einen "kleinen Kühlschrank" und ein neues Handy (mit größerer Tastatur) bestellt, freute sich über die Liebe seiner adoptierten Familie und hoffte auf Rückkehr in seine elterliche Villa am Wannsee. Auch wenn er sich bewusst war, dass für gewisse Organe keine Heilungschancen bestanden, glaubte er wohl, er könne sich an diesen Defiziten vorbei weiter ins Leben schmuggeln.

Michael Toepfer, der an der Freien Universität als Mittelalterhistoriker promoviert worden war, viele Jahre an Gymnasien unterrichtet und in den letzten Jahrzehnten hoch engagiert und erfolgreich die Lehramtskandidat_innen am Institut für Geschichtswissenschaften betreut hatte, war unter seinen Studierenden sehr beliebt und unter den Kollegen hoch geachtet.

Die Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung betrauert ihn als ihren großzügigen Zustifter. Mit seiner Spende vom letzten Jahr verbreiterte er die finanzielle Grundlage der Stiftung so entscheidend, dass es auch künftig möglich sein wird, alle zwei Jahre den Otto-Hintze-Nachwuchspreis für beste Arbeiten von Promovierten unseres Instituts auszuschreibern.

Wir werden sein Andenken in Ehren halten.


 

 

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