Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung zur Förderung der Geschichtswissenschaften

Die Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung zur Förderung der Geschichtswissenschaften

verleiht im Jahr 2018 nach Begutachtung der eingegangenen Vorschläge durch eine mediävistische Expertenkommission den

Preis der Humboldt-Universität für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Mittelalterlichen Geschichte, gestiftet von Michael und Claudia Borgolte.

Der Preis ist für Nachwuchswissenschaftler_innen der Mittelalterlichen Geschichte bestimmt, die sich mit einem zweiten Buch für eine Professur ihres Faches qualifiziert haben. Er ist mit 10.000 € dotiert und soll im Sommer 2018 an der Humboldt-Universität zu Berlin überreicht werden.
Vorschläge durch Hochschullehrer_rinnen oder Selbstbewerbungen sollen das zweite Buch in fünf Exemplaren (Druck oder auf CD), CV sowie Verzeichnisse der Schriften und der Lehrveranstaltungen der Kandidat_innen einschließen. Bewerbungsschluss ist der 31.12.2017.

Vorschläge oder Bewerbungen mit den genannten Unterlagen sind einzureichen beim Vorstand der Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung, c/o Humboldt-Universität zu Berlin, Dekanat der Philosophischen Fakultät, Unter den Linden 6, 10099 Berlin. Möglich sind auch Einsendungen per email im PDF-Format an M.Borgolte@online.de.
 


 Otto-Hintze-Nachwuchspreis 2017

 Am 22. Juli 2017 wurde im Rahmen der Absolventenfeier des Instituts für Geschichtswissenschaften zum driten Mal nach 2013 der Otto-Hintze-Nachwuchspreis verliehen, der wieder mit 3000 € dotiert war. Ausgezeichnet wurde Marcus Payk für seine Habilschrift „Frieden durch Recht? Der Aufstieg des modernen Völkerrechts und der Friedensschluss nach dem Ersten Weltkrieg“.

 

 

 

 

 


Erster Träger des „Preises der Humboldt-Universität für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Mittelalterlichen Geschichte, gestiftet von Michael und Claudia Borgolte“ ist Daniel König, zur Zeit Start-Up-Professor für transkulturelle Studien im Cluster „Asia and Europe“ an der Universität Heidelberg. Er wird ausgezeichnet für sein Werk „Arabic-Islamic Views of the Latin West. Tracing the Emergence of Medieval Europe“ (Oxford University Press, 2015).


Daniel König, geboren 1976, wurde 2006 an der Universität Bonn mit einer Abhandlung über „Bekehrungsmotive“ bei der Christianisierung des Römischen Westreiches promoviert. Danach war er Mitarbeiter des Deutschen Historischen Instituts in Paris sowie der Universität Frankfurt/M., wo er sich 2013 mit der hier gewürdigten Abhandlung habilitierte. 2014 wurde er auf die o. g. Universitätsprofessur auf Zeit nach Heidelberg berufen.


Die von der Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung bestellte Kommission von Expertinnen und Experten führender deutscher Universitäten würdigt mit der Zuerkennung des Preises an Daniel König dessen erfolgreiche Bemühungen, die traditionell lateinische Quellenbasis für das europäische Mittelalter durch Einbezug arabischer Überlieferung zu erweitern. Sowohl sein Thema und seine Fragestellung als auch die Publikation seiner Arbeit innerhalb weniger Jahre in einem hoch angesehenen internationalen Verlag zeichnen ihn deutlich vor anderen Kandidaten aus.
 

Der Preis wurde Professor Daniel König am 12. Juli 2016 im Anschluss an die Abschiedsvorlesung von Michael Borgolte in der Humboldt-Universität überreicht. Daniel König hat angekündigt, das Preisgeld für Workshops aufzuwenden, die er seinem neuen Monographieprojekt einer „Geschichte des lateinisch-arabischen Mittelalters“ widmen möchte.
 

Prof. Dr. Daniel König - Copyright „Universität Heidelberg – Kommunikation und Marketing“)

Es ist geplant, den mit 10.000 € dotierten Preis künftig alle zwei Jahre zu verleihen.


Am 24. August 2015 starb im Alter von 66 Jahren der Historiker und Didaktiker Dr. Michael Toepfer. Die Nachricht von seinem Hinscheiden nach schwerer Krankheit hat uns sehr traurig gemacht.

Knapp vierzehn Tage zuvor hatte ihn noch Michael Borgolte zusammen mit seiner Sekretärin Gisela Grabo in einem Pflegeheim besucht und ihn, bei allem sichtbaren körperlichen Verfall, voller Zuversicht angetroffen. Michael Toepfer hatte sich einen "kleinen Kühlschrank" und ein neues Handy (mit größerer Tastatur) bestellt, freute sich über die Liebe seiner adoptierten Familie und hoffte auf Rückkehr in seine elterliche Villa am Wannsee. Auch wenn er sich bewusst war, dass für gewisse Organe keine Heilungschancen bestanden, glaubte er wohl, er könne sich an diesen Defiziten vorbei weiter ins Leben schmuggeln.

Michael Toepfer, der an der Freien Universität als Mittelalterhistoriker promoviert worden war, viele Jahre an Gymnasien unterrichtet und in den letzten Jahrzehnten hoch engagiert und erfolgreich die Lehramtskandidat_innen am Institut für Geschichtswissenschaften betreut hatte, war unter seinen Studierenden sehr beliebt und unter den Kollegen hoch geachtet.

Die Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung betrauert ihn als ihren großzügigen Zustifter. Mit seiner Spende vom letzten Jahr verbreiterte er die finanzielle Grundlage der Stiftung so entscheidend, dass es auch künftig möglich sein wird, alle zwei Jahre den Otto-Hintze-Nachwuchspreis für beste Arbeiten von Promovierten unseres Instituts auszuschreibern.

Wir werden sein Andenken in Ehren halten.


 

 

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