Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung zur Förderung der Geschichtswissenschaften

Der „Preis der Humboldt-Universität für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Mittelalterlichen Geschichte, gestiftet von Michael und Claudia Borgolte“, der mit 10.000 € dotiert ist, wurde 2016 zum ersten Mal verliehen.
Erster Träger war Daniel König, Start-Up-Professor für transkulturelle Studien im Cluster „Asia and Europe“ an der Universität Heidelberg. Die von der Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung bestellte Kommission von Expertinnen und Experten führender deutscher Universitäten würdigte mit der Zuerkennung des Preises Daniel Königs Werk „Arabic-Islamic Views of the Latin West. Tracing the Emergence of Medieval Europe“ (Oxford University Press, 2015) und hob dessen erfolgreiche Bemühungen hervor, die traditionell lateinische Quellenbasis für das europäische Mittelalter durch Einbezug arabischer Überlieferung zu erweitern. Sowohl sein Thema und seine Fragestellung als auch die Publikation seiner Arbeit innerhalb weniger Jahre in einem hoch angesehenen internationalen Verlag zeichneten ihn deutlich vor anderen Kandidaten aus.

Der Preis wurde Professor Daniel König am 12. Juli 2016 im Anschluss an die Abschiedsvorlesung von Michael Borgolte in der Humboldt-Universität überreicht. Die Laudatio durch Prof. Dr. Frank Rexroth sowie Königs Replik sind publiziert in: Michael Borgolte, Sigismund, Radegunde und die Anfänge des Stiftungswesens im lateinchristlichen Europs. Abschiedsvorlesung. Berlin 2018, 31–36. – Mit seinem Preisgeld hat Daniel König inzwischen einen „Lateinisch-arabischen Workshop für Studierenbnde und Doktoranden“ an der Universität Konstanz ausgerichtet (23.–25.9.2019).

 

 

Daniel König, geboren 1976 in Makai (Philippinen), ist verheiratet und hat drei Kinder. Er besuchte Schulen in Washington, D.C., Königswinter und Kairo und absolvierte das Abitur 1985 an der Deutschen Evangelischen Schule in Kairo. Er studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Politische Wissenschaft, Islamwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache in Salamanca und Bonn, wo er 2002 den Magistertitel erwarb. Für seine Dissertation studierte er u. a. in Aleppo und Kairo und wurde 2006 in Bonn mit der Schrift „Bekehrungsmotive. Untersuchungen zum Christianisierungsprozess im römischen Westreich und seinen romanisch-germanischen Nachfolgern (4.–8. Jahrhundert)“ promoviert. Danach war er Mitarbeiter des Deutschen Historischen Instituts in Paris sowie der Universität Frankfurt/M., wo er sich 2013 habilitierte. 2014 wurde er auf die eine Universitätsprofessur für transkulturelle Studien nach Heidelberg berufen, 2018 erfolgte die Berufung auf die W 3-Professur für Geschichte der Religionen an der Universität Konstanz.

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