Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung zur Förderung der Geschichtswissenschaften

Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung zur Förderung der Geschichtswissenschaften

Die „Michael-und-Claudia-Borgolte-Stiftung zur Förderung der Geschichtswissenschaften“ wurde am 28. August 2012 durch das Ehepaar Claudia und Michael Borgolte errichtet. Als Treuhänderin wurde die Humboldt-Universität zu Berlin eingesetzt. 

Claudia und Michael Borgolte

Stifterin und Stifter: Claudia und Michael Borgolte

Die Stiftung erfüllt ihren Zweck durch jährliche alternierende Auslobungen eines „Otto-Hintze-Nachwuchspreises“ zur Förderung von Postdoktorand_innen des Instituts für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin beziehungsweise eines deutschlandweit ausgeschriebenen „Preises der Humboldt-Universität für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Mittelalterlichen Geschichte, gestiftet von Michael und Claudia Borgolte“. Die Preise sind z. Zt. mit 3.000 € beziehungsweise 10.000 € dotiert.


Claudia Borgolte studierte Geschichte, Politische Wissenschaften und Germanistik an der Technischen Universität Braunschweig sowie an den Universitäten Münster und Freiburg. 1976 wurde sie in Braunschweig promoviert mit der Dissertation „Studien zur Klosterreform in Sachsen im Hochmittelalter“. Bis 2016 war sie Studienrätin für Deutsch, Geschichte und Politische Weltkunde am Friedrich-Engels-Gymnasium in Berlin-Reinickendorf.


Michael Borgolte, geboren 1948, verheiratet seit 1973 mit Claudia Borgolte, war seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist seit 2005 Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Von 2005–2011 war er Sprecher des Schwerpunktprogramms 1173 der DFG „Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter“, 2011 wurde er mit dem Advanced Grant des European Research Council 2011 für das Projekt: „FOUNDMED. Foundations in medieval societies. Cross-cultural comparisons“ ausgezeichnet (Laufzeit 2012–2017). Seine bislang letzten Bücher veröffentlichte er unter den Titeln: „Stiftung und Memoria“ (2012), „Mittelalter in der größeren Welt. Essays zur Geschichtsschreibung und Beiträge zur Forschung“ (2014) und „Weltgeschichte als Stiftungsgeschichte.Von 3000 v. u. Z. bis 1500 u. Z.“ (2017, engl. Übers. 2019). Seit 2016 ist er Senior Researcher und seit 2017 Gründungsdirektor des Berliner Instituts für Islamische Theologie der Humboldt-Universität.
Weitere Informationen:
https://www.geschichte.hu-berlin.de/de/bereiche-und-lehrstuehle/emeriti-ehemalige-professor_innen/migei/migei-home


Am Jahresanfang 2014 stockte Dr. Michael Toepfer (Institut für Geschichtswissenschaft) das Kapital durch eine Zustiftung von 80.000 € auf. – Das Stifterpaar Borgolte ergänzt seit 2018 die Stiftungsmittel jährlich um 10.000 €.

 

Michael Toepfer

Zustifter: Michael Toepfer

Dr. Toepfer (1949-2015) war nach dem Lehramtsstudium an der FU Berlin dort von 1977 bis 1981 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Mittelalterliche Geschichte und Historische Landeskunde. Nach der Promotion über ein Thema der mittelalterlichen Ordensgeschichte folgte eine Unterrichtstätigkeit an Gymnasien. Von 1992 bis 1998 war er Wiss. Assistent für Didaktik der Geschichte an der FU Berlin, seit 2000 ist er Wiss. Mitarbeiter für diesen Bereich an der Humboldt-Universität zu Berlin. Michael Toepfer hat zur mittelalterlichen Geschichte und zur Unterrichtspraxis Publikationen vorgelegt.

 

 

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